Freitag, 27. März 2015

[Rez(ept)ension] "Mondscheinkuss" von Ann-Kathrin Wolf

Einzelband, welcher am 18.03.2015 beim Bittersweet Verlag erschienen ist und von der Autorin Ann-Kathrin Wolf geschrieben wurde. Das E-Short umfasst 98 Seiten bei einem Preis für 1,49€.


Sturmjunge – Seensucht – Regenlachen
Zwei Tage in der Menschenwelt zu verbringen kann so schwer doch nicht sein, denkt sich die junge Nymphe Ariadne und geht prompt eine äußerst leichtsinnige Wette ein. Doch zwei Tage sind ganz schön lang, wenn man seiner Nymphenkräfte beraubt wird und nicht einmal den Busfahrer bezirzen kann. Und noch viel weniger den Jungen mit den Sturmaugen


„Ich hätte mich nie auf diese blöde Wette einlassen sollen.“ (Position 18)


Dies ist mein erstes Buch von der Autorin. Bislang habe ich nur Gutes über ihr E-Book „Zwischen Schnee und Ebenholz“ gelesen und wollte mit dem E-Short einfach mal unverfänglich ihre Art beim Schreiben antesten. Ich bin sehr gespannt was mich erwartet, denn der Klappentext macht mich unheimlich neugierig.


Das Cover ist ganz Bittersweet mäßig rund, wie eine Praline. Doch dieses Mal passt es sogar noch besser zum Buch, da der Mond rund ist und der Titel schon auf einen Mondscheinkuss anspielt. Dementsprechend ist auch das Cover in einem dunkelblau gehalten, was mich sofort an einen Sommerabend bei Mondschein denken lässt. Ein paar verspielte Wasserverzierungen runden das Ganze optisch ab und spielen auf den Inhalt des E-Shorts an.


Die Protagonistin Ariadne ist eine siebzehnjährige Nymphe, genauer genommen eine Wassernymphe. Beschrieben wird sie als ziemlich schlank, zierlich mit unendlich langen blonden Haaren und blauen Augen. Bevor sie sich auf die leichtsinnige Wette einlässt, besuchte sie eine Schule für Nymphen. Teil des Unterrichtes ist es, ihre Fähigkeiten auszubilden, welche ihr in der Menschenwelt durch eine heimtückische List ihrer Kontrahentin leider nichts bringen. So stolpert sie mehr hilflos als gefasst durch die Welt der Menschen und sieht sich schier unüberwindlichen Aufgaben gegenüber. Busfahrer, die sich nicht bezirzen lassen. Schirme, die den Regen abhalten sollen (nur ihrer nicht, der ist ‚kaputt‘). Und einem Sturmjungen. Ganz besonders diesem Sturmjungen, welcher eigentlich auf den Namen Matt hört. Dieser bringt sie ganz schön aus der Fassung! Wo sie aufbrausend und ungerecht ist, ist er milde und liebenswert. Ariadne muss sich fragen, wer von den beiden eigentlich die Nymphe ist und wer hier wen bezirzen soll. Mit ihrer liebenswert tollpatschigen Art und Weise, welche für sie ganz normal ist, schafft sie es trotzdem ganz ohne ihre Kräfte zu wirken. Jedoch: Auch der Sturmjunge weckt in ihr ungeahnte Gefühle, während er ihr die Welt der Menschen näher bringt und der Abschied in immer greifbarere Nähe rückt.

Matt ist bereits Student, hat immer verwuschelte braune Haare zu jeder Zeit und Augen so blau, wie ein stürmischer See. Diese Augen bringen ihm prompt den Spitznamen Sturmjunge ein. Anfangs ist er von Ariadne noch eher überfordert, doch dann siegt seine hilfsbereite und aufgeschlossene Art vor dem Misstrauen. Mit viel Geduld, Charme und Ehrlichkeit stiehlt er sich nicht nur in Ariadnes Herz.

Ich habe die Geschichte der beiden sehr genossen. Am Anfang gab es gerade so genug Informationen, um zu verstehen wer Ariadne ist, woher sie kommt und wohin sie will. Dass sie die einfachsten Dinge nicht kennt, war sehr erfrischend und so habe ich oftmals geschmunzelt. Allerdings bekommt sie es, in meinen Augen, echt einfach gemacht. Da eine liebe Omi, da ein hilfsbereiter Matt und schwups, sie wird versorgt. Die aufkeimende Liebesgeschichte zwischen ihnen habe ich gerne verfolgt, jedoch ging sie etwas schnell. Natürlich ist in einer Kurzgeschichte nicht gerade viel Platz für eine lange und ausführliche Entwicklung, deswegen sehe ich darüber mal hinweg. Die Enthüllung ihrer Nymphendaseins wurde auch recht schnell abgehandelt, jedoch fand ich es lustig wie Matt damit umgegangen ist. Das Ende und die Auflösung fand ich wirklich gelungen. Der Epilog hat dann auch noch einmal einiges wettgemacht, auch wenn ich natürlich ab dem Zeitpunkt gerne noch mehr gelesen hätte.

In der Kürze liegt die Würze! Auch wenn nicht alles perfekt umgesetzt wurde, so hat die Autorin hier zwei wundervolle Charaktere geschaffen, welche glaubhaft und real dem Leser näher gebracht werden. Man kann gar nicht anders als sie zu mögen, die Geschichte zu mögen und das Ende zu mögen, auch wenn es mir etwas zu offen bleibt. Ich vergebe 4 Cookies für diese süße Liebesgeschichte, die wieder viel zu schnell ausgelesen war.


Ich möchte mich ganz herzlich bei Bittersweet für das Rezensionsexemplar bedanken.
 

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